Einzug der Setztechnik

a) Situation und Anlass

 

 Seit Gutenbergs Erfindung im 15.Jh. waren Zeitungen und Bücher nach etwa dem gleichen Verfahren vervielfältigt worden. Es ermöglichte u.a. den Druck erster Nachrichtenblätter heutiger Art ab dem 17.Jh. Aber alles ging langsam und mit der Hand vonstatten. (Handsatz) Versuche, den Vorgang des Setzens einzelner Zeilen zu beschleunigen, führten in der Folge zur Entwicklung von Maschinen, die erst in jüngster Zeit durch digitale Verfahren abgelöst wurden. Wikipedia  schreibt dazu in seinem Artikel „Setzmachine“: Die ersten Entwicklungen in diesem Bereich begann en mit der mechanisierten Anordnung zuvor gegossener Bleisatzlettern zu kompletten Zeilen. Mit weiteren Entwicklungen konnten die Setzapparate dann zusätzliche Bearbeitungsschritte wie z. B. Ausschließen und Ablegen übernehmen. Auch gab es Versuche mit Logotypen, um eine Beschleunigung zu erreichen “. Welche unablässigen Versuche im 19.Jh zu welchen Fortschritten in der Satztechnik führten, ist in Schrift und Bild u.a. dort nachlesbar. Lange war der Setzvorgang mit seiner Langsamkeit ein störendes Element in einem Verfahren, das über die zunächst dampfbetriebenen Schnellpressen zu einem größeren Ausstoß von gedrucktem Material  führte. Verständlich ist also der Stolz der hiesigen seit 1859 bestehenden Zeitungsdruckerei, als sie  im Herbst 1906 den Erwerb und Einsatz einer ersten Setzmaschine vom Typ „Monoline“ melden konnte, zu deren Besichtigung sie in einer Meldung und Beschreibung des Fortschritts (mit Zeichnung)  stolz einlud.

 

b)Text

 

Diese Maschine ist nachstehend abgebildet und in unseren Geschäftsräumen in Betrieb zu sehen.

[Bild unten]

Mit dieser Setzmaschine sind wir in der Lage, unsere Zeitung schnell herzustellen und wichtige und umfangreiche Nachrichten und Referate, die im letzten Augenblick eintreffen, noch zu bringen, wie es anderen Druckereien, die keine Setzmaschine zur Verfügung haben, nicht möglich ist.

Es dürfte nun sicher auch unsere Leser interessieren, eine solche Setzmaschine und ihre Arbeitsweise , welche das scheinbar unmögliche Kunststück fertig bringt, die Arbeit des Setzers auf mechanischem Wege zu leisten, etwas näher kennen zu lernen und deshalb bitten wir unsere Leser , die „Monoline“ selbst in unserer Buchdruckerei anzusehen ; wir sind überzeugt, dass ein solcher Besuch sie nicht gereuen wird

Abruf Wikipedia 19.1.2018 

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